Nachdem wir am vorherigen Abend auf den Geschmack von Whiskey gekommen sind, haben wir uns somit zu der Glen Ord Whiskey Destillerie aufgemacht. Zu unserem Pech wurde die Brennerei gerade renoviert und wir konnte nur das Museum besuchen. Der krönende Abschluss war, wie soll es auch anders sein, natürlich eine Whiskeyprobe. Da ich immernoch den rauchigen Geschmack von dem vorabendlichen Whiskey im Mund hatte, habe ich dankend abgelehnt, ich bin ja schließlich auch gefahren ;)
Am Ende hat es sich die Sanchez-Family natürlich nicht nehmen lassen und wir haben uns noch schnell im Gästebuch verewigt.
Nachdem wir die vielen kulturellen Eindrücke der letzten Tage ersteinmal verarbeiten mussten, haben wir, beziehungsweise André hat sich gedacht, eine kleine Wandertour zum Ben Affleck... ähm... Glen Affric zu machen. Eine Stunde haben wir für alles eingeplant. Nach einer für mich gefühlten Stunde auf einer einspurigen Waldstraße, sind wir endlich an unserem Aufstiegspunkt angekommen.Obwohl es in Eimern geschüttet hat, haben wir unser Vorhaben als ein Abenteuer angesehen und sind gut gelaunt losgestapft. Gerade einmal 15 Minuten sind wir an Flüssen und klitschigen Pfaden entlang gelaufen, da war André mit unserer gewählten Route nicht mehr einverstanden. "Der nächste Aufstiegspunkt ist nur 10 Minuten mit dem Auto entfernt und die Aussicht ist 1000Mal besser..."
Es waren nicht ganz 10 Minuten und mit der weiblichen Argumentation "Uns ist kalt, sind müde, haben hunger, der Tank ist fast leer UND es bringt nichts auf einen Berg zu klettern, wenn es in Strömen schüttet", haben wir versucht André von seinem Vorhaben abzubringen. Erst als ein Mann ihm sagte, dass selbst wenn wir auf den Berg steigen würden, wäre die Aussicht auf Grund des Nebels nicht so gut, hat er das Ok gegeben wieder ins Hostel zu fahren.
Was ich vergessen hatte zu erwähnen, am Abend vorher gab es für uns schon die nächste Überraschung, als wir abends im Hostel angekommen sind. Wir hatten zwei neue Mitbewohnerinnen, Patty und Johanna. Zu unserer Erheiterung hat Patty sich ungeniert direkt an André rangemacht, was wir als sehr mutig empfunden haben, denn immerhin ist er ja mit 3 Mädels unterwegs gewesen. In seiner Verzweiflung, denn von uns konnte er in diesem amüsanten Moment natürlich keine Hilfe erwarten, hat er ihr forsch klar machen wollen, dass sie ihm nicht zu nahe kommen soll, da er ja immerhin den Bärentöter dabei hat. Unbeeindruckt hat Patty sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen und somit war Andrés einzige Chance dem Ganzen zu entkommen, das Zimmer fluchtartig zu verlassen. Die nächsten zwei Nächte waren für André dementsprechend nicht ganz entspannt :)
Für unseren letzten Abend in Inverness haben wir uns zwei Flaschen Wein gekauft, in der Hoffnung, dass wir dieses Mal nicht vom Feueralarm gestört werden. Nach kürzester Zeit hat es sich allerdings schnell herausgestellt, wer am meisten von dem Wein getrunken hat. Gut gelaunt sind Meli und ich in schallendes Gelächter ausgebrochen und haben uns von Lachkrampf zu Lachkrampf, was die Lautstärke betraf, gesteigert. Die Lieder des Abends waren für uns Mädels "Mr. Bombastic" und "Don't Touch This" und das haben wir die anderen Hostelbewohner auch wissen lassen. Peinlich berührt wollte André dann lieber etwas Abstand von uns und ist zurück ins Zimmer. Keine 5 Minuten später war er allerdings wieder da, denn er hatte die Wahl zwischen gackernden Hühnern oder mit Patty und Johanna, alias Joana, auf dem dreckigen Boden unseres Zimmers Solitär zu spielen ;)
| Allabendliche Prozedur |
Am nächsten morgen hieß es dann, Gott sei Dank ohne Kopfschmerzen, "auf Wiedersehen" Inverness und "Hallo" Isle of Skye...

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