Mittwoch, 24. November 2010

Glasgow... Time to say Good-Bye

Nun war es also soweit, unser letzter Halt bevor wir zurück in unsere zurkünftige Heimat Newcastle fahren sollten.
Dennoch hat uns André selbst auf dieser Strecke mit einem weiteren Wandervorschlag nicht verschont. "Glen Coe und das Hidden Valley ist doch ein Geheimtipp, den uns William Wallace verraten hat, das dürfen wir auf gar keinen Fall verpassen!" Falls ihr euch noch erinnert, William Wallace oder von mir auch wahlweise Michael Wallace genannt, war der nette Statist in Stirling, der mich auf dem einen Foto so zärtlich in den Arm genommen hat.
Nun hatten wir Mädels entgültig die Geduld verloren. Schöne Aussicht hin oder her, unserer Ansicht nach sind wir oft genug gewandert und wollten einfach nur noch nach Glasgow, da diese Tour insgesamt 2 bis 2 1/2 Stunden gedauert hätte und es mal wieder geregnet hat. Unser Kompromiss war alledings, dass wir 1 1/2 Stunden warten und wenn er bis dahin nicht wieder da ist, fahren wir ohne ihn. Während man von André nur noch eine Staubwolke in der Ferne gesehen hat, da er sofort losgetrabt ist, haben wir Mädels uns die Zeit mit lesen, Nägel lackieren und Postkarten schreiben vertrieben.
1 Stunde und 35 Minuten später stand ein leicht erschöpfter, aber glücklicher André wieder vor unserem Auto.

Eine kleine Auswahl von Andrés Sprint. Schön sieht's ja aus!!
 
 

Endlich angekommen. Glasgow. Eine weitere Harry Potter Stadt, in der wir uns Hogwarts (Glasgow University) anschauen und durch die Winkelgasse (dort soll es eine Straße geben, die wie die Winkelgasse aussieht)  schlendern wollten. So sind wir also über die Einkaufsstraße gelaufen und letztendlich bei einem Italiener gelandet, um ein letztes Sanchez-Family Dinner zu uns zunehmen. Als wir auf die Winkelstraße zu sprechen kamen, habe ich Meli gefragt wo sich diese genau befindet. Sie schaute mich daraufhin entsetzt an und meinte, du hast das doch erzählt, dass es die Straße hier gibt. Während ich wiederum der festen Überzeugung war, dass sie es mir erzählt hatte. So haben wir uns beide irgendwie eingeredet, dass es diese Straße in Glasgow gibt ;)
Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Stadt bei Nacht gelaufen, am River Clyde entlang, mit den schön beleuchteten Brücken und zum George Square and City Chambers.
Als wir auf dem George Square saßen, haben wir etwas Besonders erfahren. Ein paar 100 Meter entfernt von uns befand sich der Papst, der zu diesem eine Englandreise gemacht hat und zu diesem Zeitpunkt in den City Chambers verweilte.

Auf dem Weg in die City


Einkaufsstraße Glasgow
Central Station
River Clyde
 

George Square and City Chambers
Am nächsten Morgen ging es zur Glasgow University. Jedoch hatten wir vorher noch ein weiteres lustiges Hostelerlebnis gehabt. Während wir gemütlich frühstücken wollten, meinte eine Bewohnerin im "Frühstückraum" ihre täglich sportlichen Übungen machen zu müssen. So stand sie also, leicht schwitzend, barfuss, mitten im Raum und ist immer wieder rauf und runter vom Stuhl. Irgendwann hat die Lehne des Stuhls gestört. Aber ist ja kein Problem, die störende Lehne wird einfach "Zack" rausgerissen. So viel zu Hosteln :)

Zurück zur Glasgow University. Ich kann dazu nur soviel sagen, moderne Universitäten sind ja ganz toll und schön, aber alte Unis haben eine ganz andere Austrahlung und wirken äußerst geheimnisvoll/ zauberhaft ;) Denn sie hatte durchaus etwas mysteriöses an sich. Als wir so über das Unigelände gelaufen sind, wollten wir sie uns auch von Innen anschauen. Auf dem ganzen Gelände keine Menschenseele. Kaum hatten wir allerdings einen Schritt in eine Eingangstür gemacht, stand direkt hinter uns, aus dem Nichts, eine Frau die uns gebeten hat dies zu unterlassen.

Einparken... Ich sag jetzt nicht wer das war, sondern nur so viel.. André hat's gerichtet

Welcome to Hogwarts

 

Anschließend haben wir unsere letzte Fahrt Richtung Newcastle angetreten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sehr schöne und sehr sehr sehr lustige 8 Tage waren und somit ein perfekter Start für unser Auslandssemester. Schottland ist sehr abwechslungsreich, was die Natur und Städte betrifft und die Schotten sind ein wirklich freundliches, gastfreundliches, wenn auch nicht immer ganz so schönes Völkchen. Daher nochmal vielen Dank an Maja, Meli und André für die schöne Zeit. In der Konstellation hat einfach alles gepasst!!!

Das meine Lieben war Schottland. Ich versuche mein Bestes in den nächsten Tagen so viel wie möglich von Newcastle zu schreiben!!!

:)

Sonntag, 21. November 2010

Isle of Skye Teil 2

Am nächsten Morgen ging es in alter Frische weiter.
Geplant war, dass wir zuerst zu dem kleinen Fischerdorf Portee fahren. Lange haben wir uns allerdings dort nicht aufgehalten, weil es wirklich klein ist und bis auf die bunt bemalten Häuser am Hafen, keine weiteren Attraktionen gab. Trotzdem kann man sagen, dass es sehr idyllisch ist :)


Anschließend hieß es dann wieder "Lasst uns den nächsten Berg bezwingen, auf zum Old Man of Storr".
Der Weg dorthin war mal wieder besonders.
Denn dort ist es nicht ungewöhnlich, dass mitten auf der Straße eine Herde Schafe stehen. Und so mussten wir erst einmal halten, beziehungsweise extrem langsam fahren, um keines der kleinen Tierchen zu überfahren.
Generell gibt es unheimlich viele Schafe in Schottland. Das hat uns Mädels allerdings nicht davon abgehalten, auch nach dem 1000 Schaf, immernoch zu verkünden wie süß sie doch sind. Sehr zum Leidwesen vom André. Der sich aber kurz darauf gerächt hat und uns den Schock unseres Lebens eingejagt hat. Als er gefahren ist, lief direkt vor uns ein Hund auf der Straße. Wir Mädels: "Vorsicht André da vorne ist ein Hund." Keine Reaktion. "André.. da vorne schau, ein Hund." "Echt? Wo denn?" "André, direkt vor uns pass auf nicht überfahren." "Wo ist der denn? Ich seh nichts?" "ANDRÉ!!! Pass auf den Hund auf!" "Ja wo ist er denn?" "ANDRÉ DIREKT VOR UNS PASS AUF!!!!!" Dem Hund ist natürlich nichts passiert und André hat sich tot gelacht, da er den Hund natürlich sofort gesehen hatte. 



Auf der Suche nach dem Aufstiegspunkt, sind wir noch an einem Wasserfall angekommen. Dort haben wir kurz gehalten, um uns an seiner Quelle zu stärken und das schöne Wetter zu genießen.




Nun standen wir also am Fuße vom Old Man of Storr, vor uns ein 700 Meter Aufstieg. Natürlich mit den besten Wanderschuhen ausgestattet (Chucks und Stoffturnschuhe, die Handtaschen haben wir ausnahmsweise im Auto gelassen), haben wir die Herausforderung aufgenommen. Über Stock und Stein und Matschwege ging es höher und höher. Wir hatten wie gesagt wirklich Glück mit dem Wetter gehabt. Die Sonne hat geschienen, so dass wir uns einredeten, dass wenn wir wieder unten sind, schön gebräunt sind.
Während André die letzten steilen Hänge bekraxelt hat, haben wir Mädels uns dafür entschieden die tolle Aussicht zu genießen. Bald sind wir dann wieder runter, da es ziemlich windig wurde und es aussah als ob es jeden Moment anfangen würde zu schütten.

Der Zipfel? Das ist der Old Man of Storr

Aufstieg -.-

Aussicht


Die letzten Meter

Nachdem wir noch ein wenig über die Insel gefahren sind, haben wir auf unserem Rückweg festgestellt, dass wir richtig Glück mit dem Aufstieg gehabt haben. Denn keine 30 Minuten später sind die Wolken so zugezogen, dass man den Old Man nicht mal mehr sehen konnte. Kurz vor Portree sind uns dann auch wieder unsere alten Bekannte über den Weg gelaufen.


Nebelwand


Ja, es war sehr anstrengend!!!
Wieder im Hostel angekommen, haben wir uns auch langsam fertig gemacht um dieses Mal in unserem Stammpub zu Speisen und eventuell ein letztes Billiardspiel zu tätigen. Wir haben es uns einfach richtig gut gehen lassen :)





Alles ratze-putze leer gegessen :)
Der Abend war auch nicht allzu lang, da wir ziemlich fertig waren vom Tag. Deshalb gab es auch kein weiteres Billiardspiel und die 2 Ians und David haben wir somit auch nicht mehr gesehen. Dennoch war es sehr lustig, als wir uns noch über Leguane und mögliche Kombinationen, wer mit wem Billiard spielen soll, geredet. Somit haben wir also unsere letzte (Horror-)nacht angetreten.

Wie man sieht.. Isle of Skye hat nicht nur Spuren bei mir hinterlassen...


Letzter Stop unserer Reise: Glasgow

Donnerstag, 11. November 2010

Isle of Skye Teil 1

Und weiter geht's...

Auch auf dem Weg von Inverness nach Isle of Skye hatten wir noch einige Zwischenstopps eingeplant. Es gibt einfach viel zu viel zu sehen :)

Unser erstes Ziel war somit das Eilean Donan Castle. Dort wurden schon Filmszenen aus Braveheart, Highlander und James Bond: Die Welt ist nicht genug gedreht. Das Schloss ist nur über eine steinernde Brücke erreichbar. Es ist ein süßes kleines Schloss, welches 1719 zerstört und von 1912-1932 wiedererrichtet wurde. Für die damalige Zeit eine bemerkenswerte Leistung wie wir 4 fanden.

Unser Weg durch die Highlands
Eilean Donan Castle
 
 
Familie Sanchez verewigt sich weiter...
 

Der nächste Stopp sollte Plockton sein. Ein Dorf über das man munkelt, dass dort Palmen wachsen sollen. "Palmen in England?" fragt ihr euch jetzt bestimmt. Die gleiche Frage haben wir uns auch gestellt und haben uns gleich auf den Weg gemacht, um uns zu vergewissern ob es wahr ist oder nicht.

Sagen wir es mal so. Es war eine kleine Weltreise bis wir in Plockton, aber selbst auf dem Weg dorthin konnten wir unseren Augen mal wieder nicht trauen. Wir sind an einem kleinen Dorf, mit gefühlten 20Häusern, vorbeigekommen und im "Zentrum" des Dorfes stand einfach mal so, eine Herde Highland Cows. Abenteuerlustig wie wir nun mal sind, wollten wir uns die Tierchen mal von der Nähe anschauen und sie waren einfach nur niedlich :)

 
Ok, er hier war weniger niedlich...
 
 
 


Weiter, weiter, weiter... wir wollen Palmen sehen!!!
Endlich sind wir in Plockton angekommen. Unglaublich, aber wahr, es gibt dort wirklich Palmen. Der Grund dafür ist recht simple. Durch den Atlantikstrom ist das Klima in Plockton recht mild und Palmen mögen nun mal mildes Klima :) Plockton an sich ist ein ruhiges, sehr idyllisches 380 Seelen Dörfchen. Neben den Palmen kann man hier auch Touren buchen um Adler, Seeotter und auch !ACHTUNG! Delfine zu sehen. Anscheinend lebt dort schon seit einigen Jahren ein Delfinpärchen in der Nähe einer Fischerei, schlaue Tierchen wie ich finde :)
Leider waren wir zur falschen Uhrzeit dort und unsere Tour ist demnach ausgefallen.

Trotzdem, wenn ihr mal nach Schottland fahren solltet und es euch nach Palmen und Delfinen ist. Fahrt unbedingt nach Plockton. !Geheimtipp!

 
 
Beim Fotografieren gegen die Sonne schauen - Keine gute Kombination

Nachdem wir uns unter Palmen "gebräunt" hatten, ging es weiter zur Isle of Skye.
Über eine Brücke sind wir vom Festland auf die Insel gekommen und in unser Hostel, bzw Trailer eingezogen. Das Skye Backpackers ist ein wirklich super Hostel, sehr zu empfehlen. Um die teilweise ungemütlich aussehnden Trailer, in einem von diesen haben wir geschlafen, ein wenig sympathischer zu machen, haben sie diese kurzerhand benannt. Wir haben demnach die nächsten zwei Nächte im Starship Enterprise Campervan genächtigt. Jeder von uns hatte beim einchecken, den Namen zu seinem dazugehörendem Bett erhalten. Somit wurde aus André - Warp 6, Maja -Uhura, Meli - Scotty und ich, wie sollte es auch anders sein, Captain Kirk :)
Da wir dies schon ziemlich witzig fanden, haben wir über die anderen kleinen Nebensächlichkeiten wie, dass unsere Tür nicht richtig schließt, bzw. auch nicht abschließbar ist, wir den Trailer nur mit einer kleinen Stehheizung beheizen konnte, es ein wenig miefte und dass an der Fensterscheibe Spinnenweben und tote Spinneskelette hangen, hinweggesehen.

Skye Bridge - Das Tor zur Insel
Unser Hostel
Starship Enterprise :)
Maja hatte die Erleuchtung und ich anscheinend irgendein Problem...
Man beachte das Bild unten rechts
Nachdem wir köstlich gespeist hatten und André von einer Asiatin gefragt wurde, ob das was wir in der Pfanne braten Reis wäre, er ihr daraufhin erklärte, dass es sich hierbei um "HACK, you know HACKfleisch?" handle und ich die Frau an der Rezeption gefragt hatte "Can I leave the cat out?", haben wir beschlossen unseren erfolgreichen Tag gemütlich mit einem Pin of Beer im nächste Pub ausklingen zu lassen.
Nachdem wir zuende geplauscht hatten und hatten wir uns dazu entschlossen Billard zu spielen. André und ich, gegen Maja und Meli. Während des Spiels kam ein Mann zum Billardtisch und hat 50Pence auf den Tisch gelegt. Leicht verwundert was das bedeuten soll, haben wir's einfach hingenommen. 10Minuten später kam allerdings noch ein Mann und hat wieder 50Pence hingelegt. Nach einer gewissen Zeit kam ein Dritter und hat nochmal 50Pence hingelegt. So langsam dämmerte es uns was es bedeuten sollte. Sie wollten somit einfach sagen, dass sie als nächstes spielen wollte.
André und ich hatten das Spiel gewonnen und wir wollten gerade Platz für die nächsten Spieler machen, als diese zu uns meinten, dass sie gegen die Gewinner aus dem letzten Spiel spielen möchten. Super! Die Zwei hatten vorher schon gespielt und waren richtige Professionals und jetzt sollten wir also gegen die spielen, na ja.. ist ja nur Spaß ;)
Aaaaber... André und ich haben überraschenderweise wieder gewonnen, da der Eine ausversehen die schwarze Kugel eingelocht hat. So schnell kann es gehen. Das nächste Spiel haben nicht André und ich gespielt, sondern Maja und Meli, weil das der Wunsch von den beiden Herausforderer war. "Old" Ian and "Young" Ian. Zu ihnen hat sich noch David gesellt. Einer schönes als der andere und bis auf David, er muss so um die 20 gewesen sein, waren die andern beiden Ende 40, Anfang 50. Zudem kam noch dazu, dass beiden Ians Zähne fehlten und unsere Theorie war daraufhin, dass es sehr praktisch sein muss, wenn man das Bierglas einfach nur zwischen die Zähne einhaken muss, um zu trinken. Es war ein sehr lustiger Abend gewesen und nach einigen Bieren hatte "Young" Ian angefangen André seine Lebensgeschichte zu erzählen. Das war dann das Zeichen für uns, dass es wohl an der Zeit ist zu gehen.
Nach alter Sanchez-Manier haben wir uns zu 4 in das kleine Klohäuschen (unsere einzige Möglichkeit uns in der Nähe des Trailers die Zähne zu putzen und aufs Klo zu gehen) gezwängt und wieder die Zähne zusammen geputzt. Sehr gemütlich, bis Maja auf einmal sagte (sie hatte ihre Kontaktlinsen schon rausgenommen): "Was ist das denn für ein Fleck da oben?" Wir drehten uns daraufhin um und es hing einfach eine monströse Spinne direkt über unseren Köpfen. Meli und ich haben angefangen zu kreischen, Maja hat noch immer nicht sehen können was es war und André meinte daraufhin das Licht auszumachen und die Tür zu schließen. Total panisch sind wir daraufhin aus dem Klo gestürmt und waren somit fertig mit Zähneputzen.
Endlich ins Bett. Allerdings habe ich mir kurzdarauf gewünscht, doch nicht Captain Kirk zu sein. Meli und ich haben beide oben geschlafen und hatten genau einen halben Meter Platz zwischen unserem Gesicht und der Decke. Jetzt weiß ich auch, dass ich anscheinend Platzangst habe, denn schlafen war dadurch fast unmöglich. Bei André sah das allerdings anders aus. Während Meli und ich uns um halb 4 immernoch mit unserem Handy und Ipod angeleuchtet haben, fing er an zu erzählen... "Oh, ein Schloss....(Pause)... Was eine schöne Aussicht"... Irgendwann ist es Meli und mir dann doch noch gelungen einzuschlafen.

"HACK"
David und "Old" Ian
Meli und ihr Ian
Maja und ihr Ian


Maja höchst begeistert von "Young" Ian
Das Ritual: Meli nach jeder eingelochten Kugel durch den Raum schwingen. Ich sag dazu nur: Dddrrrrrrrrrrr ;)





To be continued...