Am 09.09. war es endlich so weit und Meli und ich sind um 7Uhr von Frankfurt aus, Richtung Newcastle gestartet. In Düsseldorf haben wir dann noch einen Zwischenstopp gemacht und von dort aus ist Maja zugestiegen. Um 10.30Uhr sind wir dann endlich in Newcastle gelandet und nachdem André noch dazugestoßen ist, war unsere Gruppe endlich komplett. Wir waren schon total aufgeregt was uns wohl alles in unserer neuen Heimat und auf unserer Schottland - Tour erwarten wird. Wie werden wohl unsere Wohnungen und unsere Mitbewohner sein? Werden wir uns in Newcastle heimisch fühlen? Diese und mehr Fragen sind uns durch die Köpfe geschwirrt.. Aber vorher hieß es erst noch 8 Tage Schottland.
Vom Flughafen aus ging es vorher aber noch zum Flo, bei dem wir netterweise unsere Koffer lassen durften, damit wir die nicht mit auf unsere Reise schleppen mussten. Nachdem er uns noch zu Sixt gefahren hat, wo wir dann unseren Mietwagen abgeholt haben, ging es um 15Uhr ab nach Edinburgh...
| Mein kleiner Glücksengel :) |
Tja.. so sollte es eigentlich laufen.. aber es kam natürlich alles wieder anders als geplant.
Den ersten Schock hab ich eigentlich schon direkt in Frankfurt bekommen, nachdem ich meinen Koffer eingecheckt habe und einfach 6,5 Kilo Übergewicht hatte. 1 1/2 Kilo hat mir die nette Frau zwar geschenkt, aber die restlichen 5 Kilo haben mal so eben 50€ gekostet. Ich habe aber wirklich nur das Nötigste eingepackt, wie es bei Frauen eben so ist :)
| Mein Koffer ;) |
In Düsseldorf konnten Meli und ich dann endlich ein wenig dösen, nachdem wir so früh aufstehen mussten. Bis Meli von Maja angerufen wurde. Sie sagte ihr, dass sie im Stau stehe und nicht genau wüsste wie weit sie vom Flughafen entfernt ist. Zu dem Zeitpunkt hatten wir allerdings noch eine halbe Stunde Zeit, bevor wir zum Boarden aufgerufen wurden. Als Meli und ich schon im Bus saßen der uns zu unserem Flugzeug fahren sollte, kam in letzter Minute Maja reingesprungen und wir konnten doch gemeinsam weiterfliegen.
Dann haben wir allerdings noch eine SMS von André bekommen, der von Amsterdam aus geflogen ist, dass er 1 1/2 Stunden Verspätung hat, weil es bei seinem Flieger technische Probleme gab. Alles halb so wild, haben wir uns dann gedacht, dann geht unsere Reise eben 1 1/2 Stunden später los.
| "Ich steh im Stau..." |
Verwöhnt vom Frankfurter Flughafen haben wir den Schalter gesucht, für vermisste Gepäckstücke. Der Schalter bestand allerdings aus einem Klapptisch mit 2 Frauen, versteckt hinter den Gepäckbändern, die man absolut nicht verstanden hat. "Which colo?" "Hä??" "Which COLO?!" Das war unsere erste Konfrontation mit dem britschen Akzent und es sollte auch nicht die letzte bleiben. Nachdem Meli dann gesagt hat, dass die "colour" ihres Koffers schwarz sei, wurde uns gesagt, dass wir gegen 17Uhr nochmal am Flughafen anrufen sollen.
Leicht deprimiert sind wir dann zum Flo gefahren und wurden netterweise von einem Frankfurter Geschäftsmann im Taxi mitgenommen, was er auch vollständig bezahlt hat.
Beim Flo endlich angekommen, haben wir dann darauf gewartet bis André eingetroffen ist, um unseren Mietwagen abzuholen. Auch hier konnten wir es einfach nicht fassen, dass wir trotz unserem internationalen Studiengang, die Menschen einfach nicht verstehen konnten und uns definitiv Begriffe fehlen. So kam bei der Autovermietung auch folgender Satz zustande "What's your surename?" "Ähm... Mascha" "Ok, and your Firstname?" "Stöbe... no wait a minute..."
Selbst hier lief nicht alles wie geplant. Denn eigentlich wollten Meli und ich Fahrer sein, da Maja aber das Auto gemietet hat, war sie automatisch erste Fahrerin, obwohl sie am wenigsten wollte. Am Ende waren Maja und ich die zwei Glücklichen.
Nachdem das mit den Namen und der Frage wer fährt auch endlich geklärt war, standen wir vor der zunächst größten Herausforderung. Fahren auf der linken Seite.
Es ist schon merkwürdig, wenn man schalten will, automatisch nach rechts greift und man einfach hart gegen die Autotür schlägt. Trotzdem haben wir es verhältnismäßig gut hinbekommen und haben nicht vorab schon einen Unfall gebaut.
Mittlerweile war es 15Uhr. Da wir noch auf Melis Koffer warten mussten, haben wir beschlossen uns von Flo ein wenig Newcastle zeigen zu lassen. Schwupps... da war schon das nächste Problem. Wo sollten wir das Auto abstellen? Denn in England gibt es eigentlich kein freies Parken und überall sind mit zwei gelben Linien vermerkt, dass hier Parkverbot ist. Flo hat uns dann aber versichert, dass wir vor seiner Tür parken können, weil hier nie Politessen rumlaufen würden und er ist ja immerhin schon seit Ende August in Newcastle und selbst mit dem Auto unterwegs.
Wir also das Auto vor der Tür geparkt und ab in die Stadt getigert. Dort haben wir dann kleine Erledigungen gemacht, wie z.B. Handykarten gekauft, noch Geld abgehoben (wobei ich hier schnell erwähnen muss, dass Melis Simkarte am Anfang nicht funktioniert hat und sie auch kein Geld abheben konnte, weil die Überweisung noch nicht vollständig getätigt wurde. Sie hat es also an dem Tag am härstesten getroffen).
Im "Gate" haben wir uns dann mit Burgern und Pizza gestärkt und sind dann zurück um uns langsam auf den Weg zum Flughafen zu machen. Kaum angekommen.. was für eine Überraschung nach dem Tag... hatten wir ein Knöllchen an der Fensterscheibe. Zu Flos Verteidigung ist allerdings zu sagen, dass ich später noch von einem Nachbarn von ihm angesprochen wurde, der meinte, dass es total merkwürdig sei, dass wir ein Ticket bekommen haben, da hier NIIIIIIIE jemand kontrollieren würde -.-
Der nächste Schock war dann, dass ein Ticket hier nicht wie in Deutschland 20€ kostet, sondern einfach mal 70 Pfund kostet, das sind ungefähr 87€!!! Wenn wir das allerdings innerhalb von 14 Tage bezahlen, kostet es uns nur die Hälfte. Demnach werden wir das jetzt auch in den nächsten Tagen tun ;)
| Flos Street :) |
| Noch sind wir ein wenig skeptisch |
Nach diesem Schock und als Meli ihren Koffer endlich wieder hatte, war es allerdings schon 19Uhr und da haben wir uns dafür entschieden nicht mehr 3Stunden nach Edinburgh zu fahren und unsere erste Nacht beim Flo zu verbringen. Es war auch ein sehr schöner Abend. Wir haben direkt das "Newcastle Brown Ale" Bier getrunken und waren schon nach einer Dose ziemlich angedüdelt. Später ist Flo dann noch mit uns zur Millennium Bridge gegangen, dem Wahrzeichen von Newcastle. Bei Nacht ist sie einfach wunderschön, weil sie die Farben wechselt. Abschließend sind wir noch in eine Bar direkt an der Tyne gegangen und haben so den Abend ausklingen lassen.
| Millennium Bridge |
Am nächsten Morgen hieß es dann endlich "Auf nach Edinburgh". Mit einem zusätzlichen Mitglied, dem "Bärentöter", konnten wir dann mit beruhigten Gewissens, voller Vorfreude und guten Glaubens, dass jetzt alles besser wird, unsere Reise beginnen...
| Bärentöter :) |
PS: Beim nächsten Mal bekomm ich das auch besser mit den Bildern hin ;)
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